Oscar

Am 16. Mai 1929 wurde im Roosevelt-Hotel in Hollywood der erste “Academy Award of Merit” verliehen. Damals noch wenig beachtet, avancierte die 35 Zentimeter hohe und vier Kilogramm schwere Statue unter dem Namen “Oscar” zur begehrtesten Filmtrophäe weltweit. 1953 flimmerte die Oscar-Verleihung erstmals über die Fernsehschirme. Als erster Preisträger der Geschichte des Oscars gilt der deutsche Darsteller Emil Jannings, welcher für seine Rolle in “Der Weg allen Fleisches” als bester Hauptdarsteller geehrt wurde.

Der Oscar wird alljährlich von der 1927 ins Leben gerufenen “Academy of Motion Picture Arts and Sciences” verliehen. Prämiert werden Filme des Vorjahres, welche mindestens eine Woche in einem öffentlichen Kino in Los Angeles County gelaufen sein müssen. Die Kategorien bei der Oscarverleihung sind nicht festgeschrieben und können jährlich wechseln. Als feste Kategorien gelten die Sparten Regie, Drehbruch, Musik, Kamera, Schnitt oder bester männlicher und weiblicher Haupt- und Nebendarsteller. Meist sind amerikanische Filme im Wettbewerb. Seit 1956 wurde jedoch auch die Kategorie “bester ausländischer Film” eingeführt. Weiterhin können für das Lebenswerk ausgewählter Künstler Ehren-Oscars verliehen werden. Kinderdarsteller können für den Miniatur-Oscar nominiert werden. Über die Preisträger stimmen mehr als 5 000 Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts an Siences ab. Mehr als 800 Millionen Menschen verfolgen die Verleihung weltweit vor den Bildschirmen.

Der Filmpreis wurde von Cedric Gibbons, Filmarchitekt bei Metro-Goldwyn-Mayer, entworfen und besteht aus Nickel, Kupfer und Silber, dem so genannten Britanniametall. Jede Oscarstatue hat einen Herstellungswert von 300 US-Dollar und ist mit einer 24karätigen Goldlegierung überzogen. Zu den erfolgreichsten prämierten Filmen zählen “Vom Winde verweht” mit zehn Oscars und “Titanic” mit elf Auszeichnungen.